Phishing-Betrug in Europa: Die häufigsten Maschen gegen Seniorinnen und Senioren im Jahr 2025
Entdecken Sie, wie sich Phishing-Betrugsmaschen in Europa im Jahr 2025 weiterentwickeln und warum ältere Menschen zu den Hauptzielen gehören. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Bedrohungen und gibt praktische Tipps für ein sichereres digitales Leben.
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Mit der zunehmenden Digitalisierung in allen Altersgruppen in Europa verfeinern Cyberkriminelle kontinuierlich ihre Methoden, um vermeintlich verletzliche Personen auszunutzen. Eine der hartnäckigsten Bedrohungen ist Phishing, eine Form des Online-Betrugs, bei dem täuschende Nachrichten Empfänger dazu verleiten, persönliche oder finanzielle Daten preiszugeben. Phishing bleibt 2025 ein wichtiger Einstiegspunkt für Cyberangriffe auf Einzelpersonen und Organisationen (ENISA, 2025).
Warum Seniorinnen und Senioren ein Ziel sind
Ältere Menschen gelten häufig als attraktive Ziele für Cyberbetrüger, da sie über angesparte Ersparnisse, Renten oder Vermögenswerte verfügen können und teilweise weniger Erfahrung mit modernen digitalen Betrugsmaschen haben. Forschungsergebnisse zeigen, dass ältere Erwachsene sensibler auf betrügerische Situationen reagieren und im Fall einer Opferwerdung möglicherweise schwerwiegendere Folgen erleben (Havers, 2024).
Europäische Studien belegen zudem, dass Phishing und verwandte Betrugsformen zu den am häufigsten verwendeten Methoden gehören, um gefährdete Online-Nutzer auszunutzen. In der EU wird Phishing heute häufig als wichtigste erste Angriffsmethode von Cyberkriminellen bezeichnet (ENISA, 2025).
Wie weit verbreitet Phishing ist
Obwohl die genauen Zahlen je nach Region und Meldesystem variieren, zeigen Daten von europäischen Sicherheitsbehörden und nationalen Studien eine hohe Verbreitung von Phishing-Vorfällen. Phishing, einschließlich Smishing über SMS, macht in einigen EU-Berichten fast sechzig Prozent der Erstzugriffs-Vorfälle aus (ENISA, 2025). Nationale Daten des CERT Polen zeigen zudem, dass in einem Jahr mehr als vierzigtausend Phishing-Fälle registriert wurden, was über die Hälfte aller bearbeiteten Cyberangriffe ausmachte (Gov.pl, 2024).
Befragungen von Internetnutzern zeigen, dass etwa die Hälfte der befragten Seniorinnen und Senioren bereits mit Online-Betrugsversuchen einschließlich Phishing in Kontakt gekommen ist. Das verdeutlicht, wie häufig solche Bedrohungen selbst bei vorsichtigen Nutzerinnen und Nutzern auftreten (Bank Pocztowy, 2025).
Typische Phishing-Maschen gegen Senioren
Im Jahr 2025 verbreiten sich mehrere Phishing-Strategien weiterhin stark. Cyberkriminelle passen ihre Methoden häufig so an, dass sie dringend, vertrauenswürdig und vertraut wirken. Zu den häufigsten Ansätzen zählen:
Gefälschte Finanzwarnungen. Betrüger geben sich als Banken oder Zahlungsdienstleister aus und behaupten, es gäbe ein Problem mit dem Konto, das sofortiges Handeln erfordere.
Paket- und Zustellungsbetrug. Gefälschte E-Mails oder SMS behaupten, ein Paket warte auf eine Zahlung oder Bestätigung, und verleiten so zum Anklicken schädlicher Links.
Vortäuschung von Behörden oder Institutionen. Nachrichten, die angeblich von Steuerbehörden, Rentenstellen oder anderen offiziellen Institutionen stammen, werden genutzt, um persönliche Daten abzugreifen.
SMS- und Telefon-Phishing. Text- und Telefonbetrug, bei dem reale Organisationen imitiert werden, führt Opfer dazu, Daten preiszugeben oder Geld zu überweisen. Solche Angriffe, auch Smishing und Vishing genannt, nehmen weiter zu (ENISA, 2025).
Folgen für Seniorinnen, Senioren und ihre Familien
Die Folgen von Phishing und ähnlichen Betrugsformen sind nicht nur finanzieller Natur. Studien zeigen, dass viele ältere Menschen, die Geld durch Betrug verlieren, auch emotionalen Stress, geringeres Vertrauen in digitale Dienste und psychische Belastungen erleben. Für einige bedeutet die Erfahrung, künftig weniger vertrauensvoll digitale Dienste zu nutzen (Independent Age, 2024).
Nationale Studien spiegeln ähnliche Muster wider. In Polen gaben rund sechsundvierzig Prozent der befragten Seniorinnen und Senioren an, innerhalb eines Jahres einen Online-Betrugsversuch erlebt zu haben und etwa zwölf Prozent berichteten von erfolgreichen Betrugsfällen (Bank Pocztowy, 2025). Diese Zahlen zeigen, wie relevant die Bedrohung durch Phishing trotz steigender digitaler Aufmerksamkeit bleibt.
Warum Aufklärung und Bildung entscheidend sind
Ein zentrales Ergebnis vieler Studien und Berichte lautet, dass technische Schutzmaßnahmen allein Phishing-Angriffe nicht vollständig verhindern können. Phishing funktioniert, indem menschliches Vertrauen und soziale Verhaltensmuster ausgenutzt werden. Deshalb sind Aufklärung und Bewusstsein entscheidende Elemente der Prävention. Wenn Menschen lernen, verdächtige Links zu erkennen, unerwartete Anfragen zu überprüfen und nicht unter Zeitdruck Informationen preiszugeben, sinkt das Risiko deutlich.
Digitale Lernplattformen und Ressourcen, die mit realen Phishing-Beispielen arbeiten, können Selbstvertrauen aufbauen. Video-Anleitungen, Beispiele aus dem Alltag und interaktive Inhalte machen abstrakte Konzepte greifbar.
Fazit
Phishing bleibt 2025 eine der größten Cyberbedrohungen in Europa und ältere Menschen sind weiterhin überproportional betroffen. Während Cyberkriminelle ihre Methoden optimieren und soziale Manipulationstechniken einsetzen, werden Aufklärung und Bildung zu unverzichtbaren Werkzeugen der Prävention. Sichere Online-Gewohnheiten zu fördern, Seniorinnen und Senioren Wissen zur Erkennung von Betrugsversuchen zu vermitteln und gemeinschaftliche Unterstützung aufzubauen, sind entscheidende Schritte, um die Auswirkungen von Phishing auf gefährdete Bevölkerungsgruppen in Europa zu reduzieren.
Literaturverzeichnis
European Union Agency for Cybersecurity. (2025). Threat landscape 2025.
https://www.enisa.europa.eu/publications/enisa-threat-landscape-2025
Gov.pl. (2024). Phishing as the most common form of cyberattacks.
https://www.gov.pl/web/cyfryzacja/phishing-jako-najczesciej-spotykana-forma-cyberatakow
Havers, B. (2024). Cybercrime victimisation among older adults.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11654966/
Independent Age. (2024). New data shows online scams cost older people an average of £4,000.
https://www.independentage.org/news-media/press-releases/new-data-shows-online-scams-cost-older-people-an-average-of-ps4000-but
Bank Pocztowy. (2025). Seniors and internet fraud exposure statistics 2025.
https://bank.pl/niemal-polowa-seniorow-deklaruje-kontakt-z-probami-wyludzen-wyniki-badania-banku-pocztowego/


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